2013-07-29

Confessional Box: "Der kaltblütige Samariter von Mariahilf"


Der kaltblütige Samariter von Mariahilf

Ein Hörtext von Pico Be

Produziert für Kammerspiele München / Urban Prayers

Sprecher: Laura Anastacia Ernstberger, Manuela Rzytki

Raumgestaltung & Video: Gabi Blum / Fotos: Anna McCarthy



Irgendwo auf halber Wegstrecke zwischen München und Berlin bekam ein junger Handlungsreisender einen Maßstab anverliehen, anhand dem es uns gegeben sein sollte, den Abstand zwischen diesen beiden Städten mit der Entfernung zwischen den Städten Jerusalem und Jericho in Relation zu bringen, und diese seine Handlungsreise in eine testamentarische Parabel zu verwandeln. Einen Maßstab, den wir an der Autobahnraststätte Frankenwald angelegt haben möchten, nicht irgendwo also, sondern genau auf halber Wegeslänge verortet.




Die große Rast auf einer Handlungsreise trägt sich gewiss so gut wie immer auf halbem Wege zu, da möchte diese Handlungsreise keine Ausnahme machen, und nicht anders zu rasten hatte sich auch der namenlose Samariter entschieden, der uns heute noch nur als der „Barmherzige Samariter“ aus der Bibel im Gedächtnis weilt: Er, der wie alle seine samarischen Landsleute im Rufe gestanden haben soll, grausam, gewissenlos und gottesfrevlerisch zu sein, hatte auf halber Wegeslänge zwischen Jerusalem und Jericho Gelegenheit gefunden, einem verwundeten und misshandelten Mann, den all die frommen und reichen Passanten zuvor keines Blickes gewürdigt hatten, Hilfe, Trost und Beistand zu spenden. Dieser Samariter hatte sich durch diese Tat als der großzügigste aller Reisenden erwiesen, hatte er doch seine Zeit und seine Geduld jenem armen Kerl geopfert. Und über diese großherzige Tat hinaus schleudert er uns nun bis heute seinen Maßstab entgegen, auf dass dieser an der zentraldeutschen Raststätte Frankenwald unserem noch namenlosen jungen Handlungsreisenden in dem Augenblick ins Gewissen schnellt, da Juris Blick auf ihn am Rastplatz fällt.

Doch wer zum Teufel ist Juri und wie kommt Juris Blick in den Bus?

Für eine historiographisch stimmige Passbildqualität unserer Städteparallelen kann nicht allein der Belichtungsmoment eintreten, in welchem wir das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter und die Begegnung zwischen Juri und dem Handlungsreisenden festhalten: Auf halber Wegstrecke aufgetischt, im Niemandsland zwischen Jerusalem und Jericho wie im Ausblick auf die nicht mehr zu sehende Mauer im Dreispurland der Brückenraststätte Frankenwald verankert, müssen wir schon bald die Handlungsebene berühren, um mit einer hübschen Summe wohlwollender Messwerte ausgestattet die Parabel vom kaltblütigen Samariter konstruieren zu dürfen.

Beobachten und sammeln wir zuvor noch mehr Messwerte rund um das Begegnungszentrum Frankenwald ein, so fällt auf, dass die Distanz zwischen Jerusalem und Jericho auf der Karte wesentlich geringer aussieht, als die zwischen München und Berlin, und auch diese objektive Unpässlichkeit mag man zugunsten dieser Parabelisierung nachsehen, wenn man die Unterschiede im jeweils subjektiven Fahrgefühl mit einkalkuliert. Da wäre das Fahrgefühl des Linienbusgestotters, in welchem sich der Münchener Handlungsreisende an einem Herbstmorgen recht bequem festgesessen hat, und das Fahrgefühl des Eselgetrödels, mit dem sich der biblische Samariter nicht ganz unbeschwert in die Historie eingeritten haben mag. Hinzu gesellt sich noch der Höhenunterschied, der einen direkten Vergleich eher favorisiert. Von Jerusalem, der Stadt, in der es dem Namen nach Frieden regnet, während sie gleichzeitig stets im Trockenen liegt, hinab nach Jericho, dem ältesten und am tiefsten gelegenen Ort der Welt, ist es eine richtige Abfahrt.
Von der Schnittstelle, an der „der Himmel die Erde küsst“, hinab zu der Stadt, die nach dem Gott Jarich benannt „Mond“ heisst, oder auch „Mann, der die Mauern niederreisst“ bedeutet, sofern man einem Kind den Namen Jericho gibt, liegen ähnlich viele Höhenmeter, wie im Falle einer Abfahrt von München nach Berlin. München, von Mönchen erbaut, von Bier gestillt, Ort des blauen Himmels und himmlischer Gleichgültigkeit, und dann Berlin, die Stadt im Sumpf. Denn nichts Anderes bedeutet Berlin in seinem slawischen und altpolabischen Ursprung – schlammiger Sumpf und Morast.




Wir müssen uns also diese Busfahrt vorstellen wie die Busfahrt in dem Film „Der Weg, der zum Himmel führt“ von Luis Buñuel, nur rückwärts betrachtet, als würden wir uns den Film rückwärts anschauen. Der Weg führt nach unten und zurück in der Zeit.
Der Bus hatte nervös die Sammelstellen abgeklappert, immer wieder auf Anschlüsse gewartet, während das Rein und Raus der Reisenden, beladen mehr wie Aufbrecher nach Übersee, ein wenig Arche Noah Gefühl aufkommen liess.
Hat Jemand in den 60er, 70er oder 80er Jahren, also den Dekaden der innerdeutschen Mauer, da Frankenwald exakt auf dieser Mauerlinie lag, je so eine „Wallfahrt“ unternommen?

Die große Rast war nicht in Hof, wie bei dieser Linie sonst üblich. Wie schon erwähnt, pausierte der Bus in Frankenwald zu Rudolphstein. Frischluft, in der Mitte einmal gut gestreckt. Draußen glattes Licht, das sticht, da sieht den Münchener Handlungsreisenden ein mittelalter Mann, jener Mann, der vorhin ganz laut im Bus geschnarcht hatte, in einem karierten Hemd auf halbem Weg zur Brücke an.
Eigentlich hatte ihn das Geschnarche genervt gehabt. Er hatte sich während der Busfahrt auf seine Gedanken konzentrieren wollen, über die Gründe seiner Abreise nachdenken wollen, in Gedanken Abschied nehmen, wie man so sagt. Bei der Umformung von Abgründen in Abschiedsgedanken, da war ihm das Geschnarche schon lästig bei gewesen, aber irgendwann hatte er sich daran gewöhnt. Seinen Freunden gegenüber hatte er gesagt, er habe sich dazu entschlossen, München zu verlassen, weil er das tägliche Gedröhne der Glocken von Mariahilf nicht mehr ertragen habe. „Aus München haben mich die Glocken der Mariahilfkirche vertrieben“, pflegte er gesagt zu haben, obschon ihm bewusst war, dass es sich dabei nur um einen so dahin gesagten Witz handeln konnte, und den Freunden war dies auch bewusst. Der spitzrote Glockenturm von Mariahilf hatte für ihn immer etwas Raketenhaftes gehabt, genau wie bei der Heilig Kreuzkirche in Giesing und bei St.Johann Baptist oben am Johannisplatz in Haidhausen, weswegen er Carlita jedesmal zur Namensfindung ihrer direkt dort am Platz gelegenen Bar gratulierte, zumindest eben immer dann wenn er die „Rakete“ betrat.



Was die Freunde nicht ahnen sollten, war die Begebenheit, dass mit der Ankündigung des Gemeindepfarrers, den Raketenturm von Mariahilf mit Europas zweitgrößtem Carillon aufzurüsten, ein tief sitzendes Schuldgefühl im Gewissen des Handlungsreisenden Platz genommen hatte, und von dort nicht mehr aufstehen wollte, weshalb ihm keine andere Wahl blieb, als eines Tages selber aufzustehen und fortzugehen. Ein Carillon mit sechzig Glöckchen sei dabei, gegossen, gezimmert und nach München gerollt zu werden. Daran dachte er im Bus nach Berlin, an die Zeitungsmeldung im Merkur, in der dies zu lesen gewesen war, darüberhinaus wie stolz der Pfarrer und der Mesner über ihr Projekt waren, und dass der Gottesvater sich selbst als „glockenverrückt“ bezeichnete. Und als just im Moment der Lektüre das schallendste Bimbam über den Platz rollte, welches hervorzurufen die Turmglocken auch ohne der Verstärkung durch ein neues Carillon in der Lage waren, da wünschte der junge Mann der gesamten Pfarrei den Tod, angefangen mit dem Mesner über den Pfarrer bis hin zu den Chorknaben schickte er seinen Fluch. Diese Erinnerung begleitete ihn in seinem Innersten, als Juri ihn über den Rastplatz hinweg ansah und „Hallo, Entschuldigung“ sagte, ohne die momentan ablaufenden Erinnerungen des Handlungsreisenden zu ahnen.

Als im Juni diesen Jahres der Mesner in den Freitod sprang, vom hohen Backsteinturm auf den gepflasterten Freiplatz vor Mariahilf hinab, da ahnte unser Handlungsreisender, dass es besser wäre fortzugehen. Er hatte den Sprung nicht gesehen, die Meldung vom zerplatzten Mesner, der ohne erkennbaren Grund in die Tiefe gesprungen, war abermals vom Merkur überbracht worden, aber schuldig fühlte er sich doch, so schuldig wie der Knabe in Buñuels „Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz“ eines Verbrechens für schuldig befunden wird. Des Verbrechens, kraft böser Gedanken seinen Mitbürgern Tod und Unglück zu bescheren. Oft hatte er sich in den Tagen nach diesem Fluchmord mit Gott unterhalten, in den Tagen vor seiner Abreise hatte er mehr Gespräche mit Gott als mit seinen Mitmenschen geführt. Gott sagte ihm am Ende nur noch, er wolle ihn in München und schon gar in der Au nicht mehr sehen, er solle gehen.
Berlin sei ein gottverlassener Ort, das wäre eine Option, dort würden sie sich nicht begegnen müssen. Dort würden sich die Menschen nicht mit Gott unterhalten, sondern miteinander. Ein gottverlassener Ort. Ein Zufluchtsort für Gedankenverbrecher, eine Stadt wie ein Gedankenkiller, das schien ihm ein passendes Exil.



So war es also gekommen, dass er, der Handlungsreisende sich an diesem Vormittag in den Bus nach Berlin eingefunden hatte, nicht ahnend, dass sich dort am Tiergarten die Kirche mit Deutschlands allergrößtem Carillon befindet.
Da nahm ihm in diesem Augenblick zur Mittagsstunde Juri seine Schuld, sagte „Hallo, Entschuldigung“ und machte einen Samariter aus ihm.

Juri war einen Moment eher noch dieser lästige Schnarcher gewesen, der mit der gesamten Reisegesellschaft seine trüben Ausdünstungen geteilt hatte, und als der Handlungsreisende dieses „Hallo, Entschuldigung“ an sich adressiert spürte, war sein erster Gedanke zunächst „verflucht, ich hab kein Geld zu verschenken“ gewesen. Juri sah aus wie ein Gespenst, aschfahl, grau und zerfurcht, sicher älter als er war. Ein desolater Anblick, ein verzweifelter Ausdruck. Er schwitzte ziemlich. „Bitte“, sagte er, und reichte ihm die Hand, „ich heisse Juri. Ich brauche Hilfe.“ Dann deutete er mit seiner Hand auf seinen Bauch, auf die Stelle, an der sich seine Leber befand. „Ich habe ein... Problem“. Eine Geste, die der Handlungsreisende verstand, Juri hatte in ihm den Samariter erkannt. „Was ist los?“ fragte der Samariter. Juri hob leicht das Kinn, blickte kurz auf seinen Bauch, presste seine Lippen zusammen und schüttelte langsam den Kopf. „Ich bin Alkoholiker. Ich brauche... Alkohol. Sonst sterbe ich. Verstehst du das?“ Der Samariter nickte. „Ich muss diese Fahrt noch durchstehen. Bis nach Litauen. Heute. Ich habe kein Geld mehr.“ „Was brauchst du?“ Juri schüttelte den Kopf, „einen Schnaps, kannst du mir das besorgen? Ich wäre dir ...dankbar. Ich gebe dir meine Adresse.“ Der Samariter schüttelte den Kopf, „Wodka?“ „Ja, das wäre gut. Ich weiß nicht, wie ich danken soll.“ Sie gingen hinüber zu dem Brückenrestaurant, und Juri schilderte auf dem Weg sein Unglück. Seine Frau hatte ihn verlassen. Aus irgendeinem Grund, der damit zusammenhing, war er ohne einer einzigen Münze in der Tasche losgereist. „Es ist mir egal“, sagte der Samariter, „wie du zu deinem Unglück gekommen bist ist mir egal. Du brauchst Hilfe, und ich helfe dir.“ So gingen sie schweigend die Stufen zum Gusticus hinauf. Ein Self Service, ein Burger King und ein Souvenirshop. Dort fand sich die Ware. Juris Augen wurden lebhafter, „vielleicht doch ein Chantré“, „nein, nein. Wir haben gesagt Wodka. Ist doch auch besser,“ sagte der Samariter. Er bedeutete der Dame hinter der Theke, ein Fläschchen Zarewitsch aus dem Regal zu greifen. Juri nickte. Während dem Kassieren glitten die Blicke des Samariters über das Angebot an Mitbringseln. Da fanden sich Fläschchen mit einer grünen Flüssigkeit, auf deren Etikett „Affenkotze“ stand. Auf anderen Schnäpschen stand „Rhein-Spritzer“, mit dem Buchstaben „h“ in Klammern gesetzt, als Wortwitz. Das waren Fläschchen, die wie Spermazellen geformt aussehen sollten. Daneben gab es unidentifizierbare Souvenirs, auf denen stand „Mit Liebe geschenkt“ und „Für Dich“. Erst beim Treppenabstieg überreichte der Samariter Juri den Wodka. Schweigsam gingen sie vorbei an einem Turm aus Kästen der regionalen Brauerei Mönchshof. Auf dem Etikett war ein Kapuzinermönch abgedruckt.

Wieder im Bus nach Berlin. Juri schnarchte und schwitzte wieder. Die Gedanken an das Carillon kamen wieder. Ein Werbeschild am Autobahnrand sagte auf Höhe der Schlosskirche Eisenberg: „Ich halte dich.“ Und darunter „www.gott.de“, der link zur Homepage von Gott.
Da beschloss der Samariter, einmal in Berlin angekommen, die Beichte abzulegen.




Einmal in Berlin, traf man sich im Kreis um den Münchener Samariter in einer Altberliner Kneipe. Man studierte verschiedene Sorten Bier, allesamt Erzeugnisse aus bayerischen Klosterbrauereien. Das Weißenoher Glockenhelle und der Irrseer Urtrunk mündeten in Erlebnisberichte aus der weiten Welt. Paulus, Schauspieler und Ex-Türsteher vom Münchener Atomic Café erzählte von seiner einwöchigen Klausur bei den Benediktinern der Abtei Andechs, als Vorbereitung auf seine nächste Rolle. Die Brüder seien sehr in Ordnung gewesen. Allabendlich habe er ein Tragerl Bier und einen Krug Wein in seiner Kammer vorgefunden. Einmal habe ihm sogar ein Bruder des Nachts Nachschub bringen wollen. Ganz verdutzt sei er gewesen, als er schlaftrunken auf das Klopfzeichen hin dem beseelten Mönch durch den Türspion ins pausbackige und rauschebärtige Antlitz geblickt habe. Sofort habe er sich in seiner Rolle als Türsteher wiedergefunden, habe „heute nicht“ geschnaubt, woraufhin ihm der fremde Bruder Absolution für all seine schlimmen Erlebnisse und Streitereien vergangener Nächte an der Clubtür erteilt habe. Der Aufenthalt habe insgesamt eine sehr reinigende Wirkung entfaltet.

Diese Episode ermunterte die Runde zu einem halben Andechser Doppelbock. Ohne das dies bereut worden wäre. Es folgte eines berühmten Autors Schilderung einer durchwachten Nacht am Mailänder Bahnhof. Der berühmte Autor habe sich in Erwartung des ersten Morgenzugs dort eine Bank geteilt mit einem bärigen Burschen, der ihm aus seiner skandinavischen Heimat erzählt habe. Die beiden hätten schon beinahe Freundschaft geschlossen, Familienfotos, Bilder von Frau und Töchterchen, diese kleinen Bildchen, die hinter klarsichtigem Plastikschutz in Portemonnaies drinstecken, seien vor seinen Augen aufgeklappt worden, als der Mann auf die Frage, was denn sein Ziel in den kommenden Tagen sei, „well, shooting muslims right between the eyes“ zur Antwort gegeben habe. „Down there, in Bosnia, you see?“ und seine Reisetasche habe die Größe und Umrisse eines Gewehrs in der Vorstellung des Autors zugelassen. „That's my gun.“ Gegrinst habe dieser trunkene Bär. Damals, in den frühen Neunziger Jahren. Es war Krieg im Balkan. Und er, der Banknachbar, habe sich als Söldner zu erkennen gegeben. Als Söldner in göttlicher Mission. „I hate those goddamn muslims so much“ habe er geflucht und ausgespuckt. Dabei eine kleine Taschenbibel hervorholend, und zwei Finger darauflegend habe er gesagt: „For God, my country, my wife.“ Noch nie habe der bekannte Autor eine so kurze Freundschaft gepflegt. Schnell habe er den größeren Wartesaal aufgesucht. Die Geschichte nahm dann aber doch noch ein amüsantes Ende, als der im Wartesaal zwischen anderen Zugreisenden eingenickte Autor vom Geplärre und Geschnaube des christlichen Söldners draussen am Bahnsteig aufgewacht sei, da die Bahnhofspolizei diesen hinaus komplimentiert habe. Er habe sicher gesehen, dass es diese Arabs gewesen seien, die ihm seinen Koffer gestohlen hätten. Jaulende Flüche, die sich entfernend in der Nacht verloren.
Der Samariter verabschiedete sich aus der fröhlichen Runde. Ein paar Türen weiter weckte jedoch der Name einer Bar seine Neugier. Ohne weiter innezuhalten kehrte er ins „O Tannenbaum“ ein. Das Neuköllner „O Tannenbaum“ ist nun kein Ort für Ruhe und Besinnung, doch der Samariter ging festen Schrittes an den Tresen, fest entschlossen hier an Ort und Stelle bei dem Wirt seine Beichte abzulegen. Dem Münchener Samariter schien der Mann hinter der Bar mit den vielen Biermarken hinter sich der ideale Beichtvater zu sein. „Bist du der Wirt?“ fragte er ihn direkt. „Nee, ich helfe heute nur aus.“ „Aushilfe?“ „Ja. Wieso?“ „Aushilfe ist auch gut.“ „Was willst du?“ Da will der Samariter ansetzen, um ihm von seinem Gedankenverbrechen zu berichten, doch der Barjunge winkt ab und reisst den Pegel vom DJ rauf, so dass kein Wort mehr zu verstehen bleibt. So laut wie die Trompeten von Jericho an die Stadtmauern gedröhnt haben mögen, schallte es aus den Membranen und an sein Trommelfell. Eine Beichte und ein ungestörtes Komplizentum waren nun möglich.



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